FREIeHEIDe kippt Bombodrom – nach 17 Jahren Widerstand!
Bürger*innen erreichten: Bundeswehr verzichtet auf riesigen ehemals von der Sowjetunion genutzen Bombenübungsplatz nördlich Berlin

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Neunjähriges Mädchen stoppte rassistische Gewalt in der U-Bahn
In der U-Bahn in Essen ereignete sich dieser Vorfall. Es war vor zwei oder drei Jahren Mitte August in der Nähe der Haltestelle Viehofer Platz an einem Nachmittag gegen 17 Uhr: Die Bahn war recht voll. Zwei Kerle, 19 bis 20 Jahre alt, waren drauf und dran, einen Afrikaner zusammenzuschlagen. Dies ist im ersten Abteil geschehen. Ich saß im zweiten Abteil ziemlich am Ende. Als ich das sah, wurde ich ängstlich. Keiner hat etwas unternommen. Nur ein kleines Kind, ...

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Kein Lohn für die Arbeiter? (Brasilien 1962)
In Perus, einem Vorort von São Paulo in Brasilien, werden den Arbeitern eines Zementwerks monatelang Lohn und soziale Leistungen vorenthalten. Der Kampf für ihre Rechte gegen den reichen und politisch einflussreichen Unternehmer mündet 1962 nach vergeblichen anderen Bemühungen in einen Streik. Es folgen öffentliche Herabwürdigung, Verleumdung, öffentlicher Druck, Bestechung von Richtern in Gerichtsverfahren bei immer höheren Instanzen, persönliche Bedrohung des Rechtsanwalts durch den Unternehmer mit der Pistole und, …

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„Ich habe Ihre Güte weitergegeben“
Wintereinbruch. Es schneit die ganze Nacht, nicht heftig, aber der Bürgersteig muss am Morgen freigemacht werden. Ich fege und schippe und sehe, dass die Nachbarin ...

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„Wenn du nicht gleich abhaust, kriegst du auch Schläge!“
Vor drei Jahren – ich war 19 Jahre alt – fuhr ich im Sommer mit drei Freunden und meinem Bruder, der im Rollstuhl sitzt, nach Duisburg an den See, um zu baden. Dort waren bereits etwa 200 bis 250 Leute. Als wir zum Ufer gingen, rief einer meiner Freunde mir zu: „Ey, komm schnell mit, da wird eine Frau geschlagen. Lasst uns ...

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Die Frauen von Medellin: Trinkwasser für das Barrio
Die kolumbianische Stadt Medellin liegt in einem Tal: die moderne Großstadt unten in der Talsohle, an den Hängen ziehen sich die Elendsviertel (Barrios) hinauf. In den 1960er Jahren lebten dort in einem sehr großen Barrio etwa 30 000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen: Sie hatten weder Strom noch Straßen und, was neben der Arbeitslosigkeit das Schlimmste war, es gab keine Trinkwasserversorgung. Das führte u. a. zu hoher Kindersterblichkeit.

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Crateus 1981: Fasten öffnet Hungernden Herzen und Türen
Der Nordosten Brasiliens, der von 30 Millionen Menschen bewohnt ist, wurde während der letzten Jahre wiederholt von schweren Dürrekatastrophen heimgesucht. Unter dem Druck der Notlage strömte die Landbevölkerung zu Tausenden in die Städte, wo die Hungernden manchmal Lagerhäuser plünderten. Auch in der Stadt Crateus (100000 Einwohner), im Bundesstaat Ceará, hatte sich Anfang März 1981 die Lage bedrohlich verschlechtert. Tausende Hungernder wanderten zur Stadt, die Bevölkerung verriegelte aus Angst vor Überfällen Geschäfte und Haustüren. Die Stadtverwaltung schuf ein "Komitee zur Verteidigung der Bürger", dem sich jedoch die Diözese nicht anschloss. Bewaffnete Polizei begann, die Hungernden durch Schüsse zu vertreiben.

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Geld für eine Friedensaktion
Es war Ende der 1980er Jahre: Um bei einer bevorstehenden Großveranstaltung Luftballons als Friedensbotschafter zu nutzen, ließ eine Friedensinitiative aus Süddeutschland eine größere Anzahl davon mit Symbolen und Text bedrucken, womit genau, weiß ich nicht mehr. Dabei trat ein Missverständnis auf, so dass entweder schnell neue Ballons bedruckt oder die Aktion abgeblasen werden musste. Ich erfuhr davon...

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Norwegen 1942: ”Ihr Lehrer habt mir alles verdorben!”
Der Widerstand norwegischer Lehrer gegen die Naziherrschaft

Norwegen wurde im April 1940 von den Deutschen besetzt. Die Deutschen ernannten den pro-deutschen Norweger Vidkun Quisling zum neuen Regierungschef. Als die Deutschen die Gesetze nach NS-Grundsätzen umformen wollten, traten sämtliche Mitglieder des Obersten Gerichtshofes zurück. Eine Untergrundzeitung wurde in den fünf Jahren der deutschen Besatzung aufrechterhalten.
- Im Februar 1942 machte Quisling den Versuch, einen korporativen Staat nach faschistischem Muster zu gründen. Er begann bei der Lehrerschaft. Nach Aufhebung der ehemaligen Lehrerorganisation wurde eine neue mit dem Chef der Quislingschen Geheimpolizei an der Spitze gegründet.


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Eine heiße Phase
"Setz Dich hin", sagt der Junge. "Ich befehle Dir, Dich zu setzen."
In seiner Hand hält er einen schweren Stein, kurz über meinem Kopf; sein Blick ist entschlossen.

Und plötzlich zählt das alles nicht mehr, die Hitze, meine Erschöpfung, der lange Weg unter brennender Sonne, mein Wunsch, mich unter einen dieser Olivenbäume zu setzen und einfach auszuruhen. Es ist, als habe jemand ein anderes Programm eingeschaltet; ich bin plötzlich in einem anderen Film.


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Bewaffneter Raubüberfall
Ira Sandperl war auf dem Heimweg von einem Meeting im Mission District von San Francisco, einem Stadtviertel, in dem die Mexikaner die Mehrheit stellen, deren Leben meist von Armut geprägt ist. Er hatte versucht, die Anwesenden dazu zu bewegen, sich selbst zu organisieren, um ihre Situation zu verbessern. Das Treffen war gut gelaufen; er hatte einige Menschen in Bewegung gebracht und am Schluss hatten sie sogar noch Geld gesammelt: Sechs Dollar waren zusammengekommen. Für die Menschen in diesem armen Viertel war das damals ein ganz ansehnlicher Geldbetrag. Den trug Ira Sandperl jetzt spät nachts glücklich in seiner Tasche mit nach Hause.

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Randale mit dem Beil
Mitten in der Nacht wurden wir von FreundInnen telefonisch zur Hilfe gerufen; eine Gruppe rechts orientierter Jugendlicher bedrohte sie und versuchte, in ihr Haus einzudringen. Als wir ankamen, konnten wir zunächst noch ganz gut mit ihnen reden und sie davon abhalten, das Haus zu betreten. Die meisten waren angetrunken, die beiden Wortführer waren stark betrunken. Sie kamen offensichtlich von einer Klassenfete und wollten jetzt eine alte Rechnung mit einem linken Jugendlichen, einem unserer Freunde, begleichen. Beim Versuch, von hinten in das Haus zu gelangen, fand einer der Wortführer im Holzschuppen ein Beil. Er brachte es mit auf die Straße vor dem Haus und schwang es in der Luft. Die Stimmung gefror; ich spürte nicht nur bei mir selber, sondern auch bei allen anderen eine große Angst, dass es zu Blutvergießen kommen könnte.

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Schläge nach dem Schlittschuhlaufen: Ein Konflikt, den ich selbst gütekräftig lösen konnte
Die Situation, die ich schildern möchte, spielte sich vor ungefähr 3 Jahren ab. Ausgangspunkt war, dass ich mit Freunden in der Eissporthalle in Chemnitz Schlittschuhlaufen war. Damals war ich 16 Jahre alt und meine Freunde waren beide 18. Es war ein ganz normaler Samstagabend und wir hatten sehr viel Spaß. Als wir dann gegen 22 Uhr zu unserem Auto zurücklaufen wollten, sahen wir eine Gruppe von ca. 6 Jugendlichen auf uns zu kommen. Diese waren zwischen 20 - 25 Jahre alt, ziemlich angetrunken, randalierten und schienen auch eine rechtsgerichtete Einstellung zu haben. Das schlossen wir daraus, dass die Jugendlichen Bomberjacken, Springerstiefel und auch sehr kurze Haare hatten. Wir hingegen waren und sind Anhänger der Gothic-Szene und waren schwarz gekleidet. Wir beschlossen, die Straßenseite zu wechseln, denn wir hatten keine Lust mal wieder ein paar aufs Maul zu kriegen, nur weil wir andere Kleidung, eine andere Ansicht oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Doch auch die Gruppe wechselte die Straßenseite und folgte uns nun.

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Zum Frieden anstiften - Das "Poolworker"-Projekt und der Laurentiuskonvent
Leichtfüßig und beschwingt zogen etwa vierzig Jugendliche durchs Schwimmbadgelände zum Volleyballplatz – vorneweg die Jungen, gefolgt von den Mädchen. Ein lebhaftes Sprachgemisch aus gebrochenem deutsch, türkisch und russisch erfüllte die Luft. Zurück blieben ein junger Mann türkischer Abstammung, ein Bosnier und eine deutsche Frau. Nur langsam verzog sich die Menge der Schaulustigen. In einigem Abstand standen die Bademeister mit blassen Gesichtern. Das Handy, das sie seit einer dreiviertel Stunde in der Hand hielten, um im Bedarfsfall sofort die Polizei rufen zu können, ließen sie sinken. Die deutsche Frau hielt einen Stapel alter Zaunlatten mit heraussteckenden Nägeln in der Hand. Et-was ratlos stand sie da und guckte der abziehenden Gruppe nach: „Kann das gut gehen, wenn die behaupten, sie wollten jetzt miteinander Volleyball spielen?!”

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Fremdenfeindlichkeit überwinden
Im Rahmen einer Unterrichtsreihe über "Fremdenfeindlichkeit und ihre Überwindung" im Religionsunterricht einer 9. Klasse hatte ich mit einer Afrikanerin einen Unterrichtsbesuch vereinbart. Sie war bereit zum Erfahrungsbericht und Gespräch. Am Tag vor dem vereinbarten Treffen sagte sie ihren Unterrichtsbesuch ab. Auf dem Weg nach Bonn war sie in einer Straßenbahn von zwei Jugendlichen übel beschimpft, beleidigt und an den Haaren gerissen worden. Niemand von den übrigen Fahrgästen hatte eingegriffen. An der nächsten Haltestelle war sie allein ausgestiegen. Dieses Erlebnis hatte sie seelisch schwer verletzt und verunsichert.

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Überfall im Wald
Ein junger Mann, der sich wegen seiner Kriegsdienstverweigerung Rat bei mir holte, erzählte von seinem Vater: Er ging in der Dämmerung im Wald, plötzlich verstellten ihm drei junge Männer den Weg:

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Jerusalem im Jahre 26
Der Geschichtsschreiber Josephus Flavius, der vor zweitausend Jahren lebte, berichtet von einem Ereignis, das im Jahre 26 n.Chr. stattfand, an dem „Tausende von Juden” beteiligt waren (Bell. II,9,2). Es ging um die verpönten Bilder des „Gott-Kaisers” in Rom, die Pilatus in der Nacht nach Jerusalem hatte bringen lassen, um die Juden zu dessen Verehrung zu veranlassen:

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Prag 1968 - Ein Beispiel für gütekräftiges Handeln ohne religiöse Motivation
Seit Januar 1968 hatten die in Prag regierenden Sozialisten versucht, in der Tschechoslowakei einen „Sozialismus mit menschlichem Gesicht”, d.h. Mit bürgerlichen Freiheiten, aufzubauen.
Am 21. August 1968 marschierten Panzertruppen aus der Sowjetunion, der DDR, aus Polen, Ungarn und Bulgarien in die Tschechoslowakei ein mit dem Ziel, diesen „Prager Frühling” zu beenden, die Regierung zu stürzen oder auf einen der sowjetischen Führung in Moskau genehmen Kurs zu bringen. Dagegen gab es gütekräftigen Widerstand, der, obwohl die Tschechoslowakei in einem halben Tag von Panzern durchquert werden kann, dazu führte, dass es den Truppen eine Woche lang nicht gelang, ihr Ziel zu erreichen.


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Die Revolution auf den Philippinen - Menschen gegen Panzer
1986 wurde auf den Philippinen der Diktator Marcos durch gütekräftiges Vorgehen („People Power“) dazu gebracht, das Land zu verlassen. Das Besondere und wohl historisch Erstmalige, das aber kaum bekannt wurde, ist: Es geschah aufgrund einer bewussten, mehr als ein Jahr vorher getroffenen Entscheidung der Oppositionspolitiker für die gütekräftige Vorgehensweise und die Aktiven bereiteten sich und ihr gütekräftiges Vorgehen intensiv persönlich und methodisch vor. In den Bewegungen und Organisationen für die Menschenrechte in Thailand und anderen Ländern Asiens sowie auf Madagaskar hat diese wichtige Erfahrung der Menschheit allerdings weitere Folgen gezeitigt.

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Das Gewissen des Wachmannes
Die folgende Begebenheit ereignete sich in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges in einem Gefangenenlager.

Das Leben der Gefangenen war hart. Sie hatten Hunger und litten unter der Kälte und den Anstrengungen der Zwangsarbeit. Abends kehrten sie in ihre Baracken zurück. Ein Wachmann erwartete sie, um mit ihnen seine Scherze zu treiben, die allerdings nur ihm allein Vergnügen bereiteten. Er zog den einen an der Nase und gab einem anderen einen Tritt in den Bauch. Jeder fragte sich, wer wohl heute an der Reihe sei.


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Kleine Wahrheitserfahrungen in der Armee
In den Jahren 1958-59 musste ich aufgrund gesetzlicher Verpflichtung einige Monate in den Reihen der französischen Armee verbringen, während der Algerienkrieg tobte.

Kriegsdienstverweigerung war zu dieser Zeit in Frankreich nicht anerkannt. Ich konnte, nicht ohne Kampf übrigens, einen Status als Sanitäter ohne Waffe bekommen. Diese Monate in der Armee waren sicherlich die reichsten meines Lebens an gewaltfreien Abenteuern.


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Der verhinderte Mord
In Mexiko wurde mit Gütekraft ein Mord verhindert. Es war im Jahr 1971, als mein Mann und ich für denVersöhnungsbund in Mexiko tätig waren. Eines Abends saßen wir dort in einer Kneipe. Am Nachbartisch unterhielten sich lautstark zwei Männer. Sie tranken Schnaps. Einer der beiden sprach in dem lebhaften
Gespräch eine Beleidigung gegen den anderen aus. Sie gerieten in Streit. Plötzlich sprang der Beleidigte impulsiv auf, zückte ein Messer und ging auf den ersten los.


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Wien 1945 - Russische Soldaten verhalten sich menschlich
Wien war bombardiert worden, der Krieg verloren, die Russen marschierten ein. Und sie hatten das Recht des Siegers, das Recht, sich alles zu nehmen, nicht nur Hab und Gut, auch Frauen. Sie gingen von Haus zu Haus. Auf Geheiß meines Vaters gingen meine Mutter und die anderen Frauen im Haus in den Keller.

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Komm, wehr´ dich! - Erlebnis in der Jugenddisco
Im Frühjahr 1972 erlebte ich das Folgende:

An einem Freitag Abend war im Gemeindezentrum im Jugendkeller Disco für die Älteren ab 20 Uhr. Zu den Gästen gehörten einige recht problematische Jugendliche. Ich erinnere mich an die Verabschiedung eines von ihnen, der eine Haftzeit in der Jugendstrafanstalt Siegburg antreten musste. Ein eher labiler junger Mann war F. Er ist später etwa 35jährig an seinem Alkoholismus zugrunde gegangen.


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Helgoland 1950: Gütekräftige Invasion löst Rückgewinnungsprozess aus
Nach dem Zweiten Weltkrieg bombardiert das britische Militär weiterhin die deutsche Insel Helgoland. Die dortige Bevölkerung flieht. Die Briten benutzen das Gebiet völkerrechtswidrig als militärisches Übungsgelände. Dies wird öffentlich kritisiert. Die Briten ändern ihr Verhalten jedoch nicht.
Daraufhin fahren die Studenten Georg von Hatzfeld und René Leudesdorff, von M. K. Gandhi inspiriert, am 20. Dezember 1950 mit einem Fischerboot in Begleitung zweier Journalisten auf die Insel. Die Angekommenen werden vom Kapitän des britischen Wachbootes „Royal Eileen“ zum Verlassen der Insel aufgefordert, weil bald wieder bombardiert werden könne. Die Journalisten fahren zurück, die Studenten nicht. Das Boulevardblatt „Abendpost“ und „DIE ZEIT“ verbreiten - wie abgesprochen - die Nachricht sofort: „Friedlicher ‚Handstreich’ gegen die Insel Helgoland“.


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